Die „Rasselbande“ in der Sächsischen Schweiz
 


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Gab es bei uns in Sachsen Dinosaurier? Ab wann nennt man eine Höhle überhaupt Höhle? Wie weit ist es von der Postmeilensäule in Königstein bis Cottbus? Wie sieht ein Gipfelbuch aus? Vom 22.07.-02.08.2001 gingen wir diesen Fragen auf der „Latzhütte“ in Königstein auf abenteuerliche Weise auf den Grund.

Das erste Abenteuer hatten die Eltern bei dem steilen Aufstieg zur „Latzhütte“ zu bestehen. Das war aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch erwandert werden sollte.

Das Projekt „Höhlen in der Sächsischen Schweiz“ wurde durch verschiedene erfahrene Referenten begleitet. Schon am nächsten Tag hatten wir ein Treffen mit Herrn Steinbach, unseren Fossilienspezialisten, im Sandsteinbergwerk. Er erklärte uns ausführlich, wie das Elbsandsteingebirge und speziell der Sandstein entstanden ist. Unser Referent ist außerdem als Einzigster!! berechtigt in den Sandsteinbergwerken der Sächsischen Schweiz nach Fossilien zu suchen. Und diesmal waren WIR mit dabei. Mit Hammer und Meißel nahmen wir die Suche nach Muscheln, Abdrücken und Fraßgängen von Muscheln auf. Jeder fand sein eigenes Fossil. Erstaunlich war, dass danach jeder, wo er nur Sandstein sah, auf Fossilienjagd ging, ob in gewöhnlichen Sandsteinmauern, im Bauwerk der Kirche von Königstein oder später in den Höhlen.

Um unsere Kenntnisse als Fossilienforscher zu vertiefen, fuhren wir nach Pirna in das Fossilienmuseum. Dort konnten wir die Vielfalt der Fossilien, die man in Sachsen finden kann, besichtigen. Herr Steinbach erklärte uns seine Funde vom winzigen Haifischzahn bis zum versteinerten Baumstumpf.

Die erste Begegnung mit Höhlen hatten wir nach einer Wanderung im „Labyrinth“. Das „Labyrinth“ ist eine Sandsteinformation mit vielen verschiedenen Wegen und Höhlen, die es zu erforschen galt. Und wenn 16 Abenteurer im „Labyrinth“ „rasseln“, dann ist natürlich Spaß angesagt.

Für unsere geführte Exkursionen in Höhlen gehörte schon ein bisschen Mut dazu. Unser Referent Herr Domaschke erklärte uns zuerst ausführlich die Höhlenarten, deren Entstehung und Lage in der Sächsischen Schweiz. Los ging es mit Helm, Helmlampe und , wie gesagt, viel Mut. Da war die enge Zwergenhöhle, die Sterlsche Höhle I, in dem der Räuber Sterl hauste, die Sterlsche Höhle II, wo die Räuber ihr Raubgut versteckten und die dunkle, tiefe Bellohöhle mit vielen engen Gängen. Mit dem Mikroskop untersuchten wir Gesteinsproben und in den Höhlen haben wir die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit gemessen. Gut das wir unseren Referenten Herrn Domaschke mit hatten, denn ohne ihn, hätten wir die Höhlen nie gefunden und ohne seine Ausrüstung und Hinweise hätte man manche Höhle nicht bezwungen.

Wir ließen keine Langeweile aufkommen. Am Wochenende erhielten wir Besuch von netten Damen (+ 3 Herren) und deshalb organisierten wir eine eigene Stadtführung. Mit einer Stadtrallye machten wir uns mit den Sehenswürdigkeiten von Königstein vertraut. Für die einzelnen Besichtigungspunkte fanden sich danach schnell Gruppen, die am Wochenende unseren Gästen z.B. die Denkmäler, die Postmeilensäule und die Hochwasserstandsanzeige erklärten. Natürlich spielte uns die Rasselbandegruppe vom „Theater auf dem Kahn“ auch ein Theaterstück vor. Das mussten wir dann aus dem Stehgreif nachspielen.

Unseren Gästen war am ersten Besuchstag schon anzusehen, das sie nicht über die Ausdauer beim Wandern wie wir verfügten. Trotzdem schafften sie zusammen mit uns die Besteigung des „Lillienstein´s“.

Die größte Herausforderung wartete noch auf uns. Das Klettern am nackten Felsen. Da nicht jeder einfach so im Elbsandsteingebirge klettern darf, half uns Herr Hübner. Er ist ein echter Bergsteiger. Er hatte alle notwendigen Sicherheitsausrüstungen mit, um, wie er sagt:“ ... jeden auf den Berg zu bekommen“. Und voller Stolz konnte sich die „Rasselbande“ in das Gipfelbuch des „Papst“ eintragen.

In den 11 abenteuerlichen Tagen konnten wir mit unserem Projekt „Höhlen in der Sächsischen Schweiz“ alle Fragen zu Dinosauriern, Höhlen und Entfernungen beantworten. Ihr nicht? Dann solltet ihr nächstes Jahr unbedingt auf Abenteuersuche mit der „Rasselbande“ e.V. gehen.

Unser Dank geht an alle Referenten, Helfern, Ärzten, Herrn Rehn vom „Schrägers Gasthaus“, dem „Haus des Gastes“ und den Mitgliedern der SSV Planeta Heidenau e.V. , welche die „Latzhütte“ betreuen. Dank all denen für ihre Unterstützung, Hilfe und das Verständnis.

Bis bald.

Eure Teamer Thomas Wegner, Stephanie Werner und Marian Lätzsch

 
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