Passagiere des Windes - Ein Reisereport
  


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Dieses Jahr machte sich die Rasselbande wieder auf den Weg in die Bretagne. Ein kleines Dorf direkt am atlantischen Ozean sollte uns diesmal als Herberge für unser Forschungslabor dienen. Das Meer war tatsächlich sehr nah, in nur 5 min konnten wir es zu Fuß erreichen. Nach einigen Tagen fanden wir auch heraus, warum der Weg zum Wasser manchmal etwas länger war. In Santec findet man nämlich einen der größten Tidenhubs in ganz Frankreich.

Um die französischen Teilnehmer besser kennen zu lernen, teilten wir mit ihnen nicht nur die Zimmer sondern auch unsere Projektarbeit. Getreu unserem Motto „Abenteuer gibt’s überall“ (...auch vor der Haustür!) beschäftigten sich unsere Forschungsgruppen mit dem riesigen Meer und dem bretonischen Wind.

So reparierten einige junge Meeresforscher alte Netze (Strandgut!) und fingen damit Krebse und Krabben. In einem selbst angelegten Aquarium beobachteten wir die Meerestiere und konnten sehen, was die so den ganzen langen Tag so erlebten. Damit bei unseren geschuppten und gepanzerten Freunden keine Langeweile aufkam, konnten sie uns im Gegenzug beim Experimentieren und Konstruieren beobachten. Von unseren selbstgebauten Windrädern waren alle begeistert. Sogar einer Glühbirne ging bei diesem bretonischen Wind ein Licht auf! Die dritte Gruppe entwarf und baute Drachen, die zwar nicht alle dem starken Wind der Küste stand hielten, aber sie sahen immer gut aus...

Den Tag der „größten Ebbe“ nutzen wir zur Wanderung auf die Ile de Sieck. Die 18 ha große Insel erreicht man nur bei Ebbe zu Fuß über eine Sandbank.

Die Teilnehmer des Erfinderclubs CiSTEM forderten wir zum Tag des Sports zu einem Strandduell. Als erstes bretonische Staffelspiele, danach Völkerball und jede Menge Spaß hatten wir beim „Wasserflaschen bewachen“...

Ein weiterer sportlicher Höhepunkt war die Wettfahrt mit den Air-Buggy´s. Trotz nicht so steifer Brise mussten wir gewaltige Kräfte einsetzen, um die Seile fest in den Händen zu behalten und nicht der Schwerkraft zu erliegen.

Große Aufregung herrschte am 14.Juli, dem französischen Nationalfeiertag. Wir fuhren am frühen Nachmittag in die alte Händler- und Kosarenstadt Roscoff. Nach ausgedehnten Streifzügen durch die Altstadt, den Hafen und der Seebrücke wurde überall zum „Quatorze Juillet“ getanzt, gesungen und gefeiert. Zum Ausklang des Tages bewunderten alle das spektakuläre Feuerwerk.

Mit Sand in den Taschen, Muscheln im Portemonnaie und dem Meeresrauschen im Ohr „tuckerten“ wir mit unserem „Palm“- Bus wieder zurück nach Hause.

Au revoir et à bientôt !

 

zum Tagebuch (PDF)

 
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