Bretagne für Ältere
 


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Unsere Reise führte uns an die französische Atlantikküste im Süden der Bretagne, wo wir auf einem strandnahem Zeltplatz unser Lager aufschlugen. Wir, elf deutsche Jugendliche und zwei Betreuer, trafen dort auf eine französische Gruppe und gemeinsam freuten wir uns auf die Abenteuer und spannenden Erlebnisse der kommenden Zeit.
In den ersten Tagen waren wir damit beschäftigt die ungewöhnlichen Namen der Franzosen zu behalten, die französischen Gewohnheiten kennen zu lernen und vor allem uns an die fremde Sprache zu gewöhnen. Beim gemeinsamen kochen, spielen und baden nahmen die Jugendlichen ersten Kontakt zu ihren französischen Freunden auf und bald schon waren die anfänglichen Verständigungsängste vergessen. Auch die Sonne tat ihr bestes, um uns in Ferienstimmung zu bringen und ließ uns manchmal ganz schön schwitzen.
 
Unser Ferienprogramm war mit verschiedenen sportlichen Aktivitäten versehen, wir sollten zunächst Katamaran fahren lernen, später reiten und sogar an einer echten Felswand klettern. Die erste Woche stand jedoch ganz im Zeichen des Wassersports. Gut, dass der Weg zum Strand nicht so weit war, denn da warteten Katamarane, die uns aufs Meer hinaus tragen sollten, auf uns. Unter Anleitung begaben wir uns also zu dritt auf die abenteuerliche Reise über die Wellen, natürlich immer in Begleitung eines Clubbetreuers und einem Sprachmittler. Auch wenn es nicht ganz so einfach war, den Katamaran zu lenken, es hat uns allen riesigen Spaß gemacht und es ging von mal zu mal besser.
Durch die verschiedenen Spiele lernten wir uns untereinander schnell kennen und wussten, wer der schnellste Sprinter ist, wer die besten Ideen hat, um in zwei von einander getrennten Gruppen eine Brücke zu bauen oder wer sich schon ganz gut in der Fremdsprache verständigen konnte. Wir verbrachten lustige Abende in geselliger Runde, spielten Pantomime, ließen uns am französischen Abend mit Crêpes verwöhnen oder versuchten unseren geheimen Freund durch seine anonymen Geschenke und Gesten zu erraten.
 
Regnete es, so fanden wir uns alle im Zelt zusammen und vertrieben uns dort die Zeit, bis die Sonne uns wieder an den Strand lockte, um Muscheln zu sammeln oder eine Abkühlung im salzigen Meereswasser zu nehmen.
Ein Ausflug zum Schloss Suscinio sowie das Lagerfeuer am Abend waren ein letzter Höhepunkt der ersten Woche, dann hieß es Koffer packen, Zelte schnappen und Ortswechsel! Uff, war das anstrengend! Die zweite Woche verbrachten wir nämlich auf einer Pferdefarm, wo wir sogar einige Reitstunden nahmen. Auch diese Woche hielt so manches Abenteuer für uns bereit, es begann mit der Vorbereitung des deutschen Tages. Dafür hatten sich die deutschen Teilnehmer etwas ganz besonderes ausgedacht und eigens dafür Spezialitäten, wie Russisch Brot aus Deutschland mitgebracht. Es gab ein Frühstück nach deutscher Art, typische Speisen wie Sauerkraut mit Bratwurst und Kartoffelbrei sowie ein Stationsspiel am Nachmittag, das dann in einem Picknick mit der Waldfee und einem Schatz für alle endete.
Auch für die Abendgestaltung war gesorgt, ein deutscher Musikabend mit Gummibärenhoroskop und netter Unterhaltung stand auf dem Programm. Die letzte Woche verging wie im Flug, dabei erklommen wir hohe Felswände, wobei manche von uns bis an ihre Grenzen gingen oder Höhenängste überwunden und wahre Tapferkeit bewiesen. Spaß hatten wir auch beim Mörderspiel (Keine Angst, wir leben alle noch!), T-Shirts batiken oder bei der Austragung der olympischen Spiele, deren beliebteste Disziplin „Kometweitwurf“ nur für ganz Geübte unter uns, ein Erfolg war. Beim Picknick am Fluss haben wir uns von dem aufregenden Räuber-und Gendarme-Spiel erholt und beim Ausritt auf dem Rücken der Pferde die frische Waldluft genossen. Außerdem vergnügten wir uns bei einer kleinen Wasserschlacht, ließen uns von spannenden Experimenten verblüffen, traten im Mal – und Rate-Wettbewerb gegeneinander an ... bis dann der letzte Abend dem Ferienerlebnis eine Ende machte.
Am Abschiedsabend mit Disko feierten wir noch einmal zusammen die schöne Zeit, die wir miteinander verbracht haben und tauschten unsere Adressen aus. Mit zahlreichen neuen Erfahrungen sowie schönen Erinnerungen traten wir mit Tränen in den Augen die Heimreise an.
 

Tina und Heiko

 
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