...das mehr an Meer
ist oftmals mehr als nur das Meer!


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Erlebnisbericht Europäische Klasse,
Teil 1, Ostern in Sarzeau


Sonne, Mond und Sterne, Wind und Meer...
... diese fünf Worte beschreiben schon ganz gut, womit wir uns während unserem Aufenthalt in der Bretagne befasst haben, wenn man an die ganzen Experimente und unsere Ausflüge denkt.

So haben wir viel über die Planetenlaufbahnen gelernt und ein Planetarium besucht, in dem wir interessante Geschichten über all die Sterne erfahren haben.
Nach unseren Wind-, Luftdruck- und Wasserexperimenten wollten wir uns natürlich auch selber ausprobieren und bauten unsere eigene kleine Wetterstation.

Das große Vorhaben war jedoch die “Maschine Infantale”. So entstanden bunte, klingende, nasse, warme und/ oder bewegliche Konstruktionen.
Anregungen dafür haben wir uns auch bei einem “Eisenpoeten” geholt, der aus allerlei verschiedenen Dinge, die er wer-weiß-wo gefunden hat, richtige Kunstwerke zusammenbastelte.

Fast jeden Tag waren wir am Strand und sammelten kisten- und tütenweise Muscheln und Steine und Krebse und und und...., aber keine Angst, ein bisschen haben wir auch noch für nächstes Jahr übriggelassen. Besonders interessant war dabei die Ebbe und die Flut zu beobachten, so musste man sich immer genau überlegen, ob man einen Eimer zum Muscheln und Krebse sammeln mitnimmt, oder lieber das Badezeug, vorrausgesetzt man hat sich in das doch ziemlich kalte Wasser getraut...

An dem einzigen richtigen Regentag hatten wir uns entschlossen eine der vielen Inseln im Golf von Morbihan zu besuchen: die Ile D’Arz, natürlich ohne vorher von dem Wetter gewusst zu haben. Denn so wurde unsere Aufgabe, den Schatz von dem Mann mit dem Muschelauge zu finden, nur noch schwieriger. Aber wir wären keine “Kleinen Findige” wenn wir nicht auch dass geschafft hätten... so konnten wir schließlich bei heißer Schokolade und ein bisschen Sonne, die dann doch langsam hervorgekrochen kam, unseren Erfolg feiern.

Außerdem haben wir auch viel über Land und Leute erfahren: zum Beispiel in einem bretonischen Heimatmuseum, beim Ausflug nach Sarzeau oder beim Bretonischen Abend mit leckeren Galettes und ganz viel Crèpes, bretonischer Musik und tollen Tänzen.
Getanzt und gelacht wurde auch zu unseren Feiern: natürlich zu einem bestimmten Thema und mit angemessener Verkleidung. So kam es, dass alle Jungs plötzlich Frauen waren, Geister ihr Unwesen trieben und Vampire durch die Gegend gestreift sind.

Auch unser Deutscher Tag war sehr lustig. Wir hatten ein großes Spiel mit vielen Stationen zum Singen und Tanzen, zum Lernen und basteln und auch zum Sport treiben vorbereitet. Schließlich musste jeder sein selbstbemaltes Osterei finden und dann gab’s Rote Grütze.
Die Verständigung mit den französischen Teilnehmern war gar nicht so schwer, mit selbst angefertigten Wörterbüchern, die alle “lebenswichtigen” Vokabeln beinhalteten. Zum gemeinsamen Fußballspiel reichten meist Hände und Füße. Außerdem haben wir zusammen am Legerfeuer deutsche und französische Lieder gesungen.

Doch schließlich gingen auch diese erlebnisreichen Tage in der Bretagne vorbei und etwas traurig, aber mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck, traten wir den Heimweg an, in der Vorfreude zu Hause ganz viel erzählen zu können: von dem teilweise leckeren, und teilweise SEHR ungewöhnlichen Essen und all den vielen Entdeckungen und Erfahrungen..... und warum wir eigentlich so schön braun gebrannt waren.

Antje Urban, Sprachmittler

 

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