In diesem Sommer traten die französischen Jugendlichen die weite Reise
von der Bretagne bis nach Leipzig in Sachsen an. Als „olympisches Dorf“
diente uns das Leipziger Hostel „Central Globetrotter“ wo wir sehr gut und zentrumsnah gewohnt haben.
Wir Deutsche waren den Franzosen zwar sportlich unterlegen, aber
dennoch nahmen wir die Herausforderung an und begaben uns gemeinsam mit
unseren französischen Gästen auf Entdeckungstour durch die Sportstadt
Leipzig. Die Franzosen mussten sich zunächst an einige ihnen fremde
Sitten und Bräuche gewöhnen - worüber wir manchmal ein wenig schmunzeln
mussten – bald aber waren die anfänglichen Unklarheiten beseitigt, das
Programm besprochen und ein gewisser Tagesrhythmus stellte sich ein.
Beim gemeinsamen Kochen, Diskutieren (mit Sprachmittler) und bei einigen
Pantomime-Spielen lernten wir uns gegenseitig kennen und allmählich
tauten auch die etwas ruhiger und schüchterneren von uns auf. Der
olympische Gedanke begleitete uns auf all unseren Wegen und so begannen
wir am 2. Tag erst einmal mit einem Fitness-Check im Park - natürlich
unter Anleitung unserer zwei Trainer: Bruno und Isabelle. Dann waren wir
bereit für die verschiedenen sportlichen Freizeitaktivitäten der
kommenden Tage. Bei einer Stadt -Ralley war
nicht nur Schnelligkeit gefragt, sondern auch Wissen... aber wer weiß
schon, woher der Name „Leipzig“ kommt oder wodurch die Nikolaikirche
bekannt geworden ist. Doch dank Stadtplan und der Hilfe einiger
Leipziger konnten wir auch diese Hürde nehmen und bald darauf saßen wir
– leider nicht auf einer Wiese im Park, aber immerhin auf einem roten
Teppich und verspeisten unsere Lunchpakete. Ein anderer Tag führte uns
auf das Völkerschlachtdenkmal, auch da war körperliche Fitness gefragt,
denn wir mussten einige Treppenstufen steigen bis wir den herrlichen
Blick über Leipzig genießen konnten. Nach einer Stärkung, was unser
tägliches Picknick war, ging es dann auf zum Kanu-Club Leipzig. Dort
haben wir uns auf die Kanadier-Boote verteilt und sind zweieinhalb
Stunden auf den Kanälen und Flüssen Leipzigs entlang gepaddelt. Danach
hatten wir uns erst einmal eine Kaffee-Pause verdient. Zurück im Hostel
liefen dann die Vorbereitungen für den deutschen Grillabend auf
Hochtouren. Als alle satt und zufrieden waren haben Erik, Tina und Uli
die Abendgestaltung übernommen und die französischen Teilnehmer zu
einigen Spielen wie Stille Post, Topfschlagen und Stuhltanz eingeladen.
Nach einem individuellen Gummibärenhoroskop für alle endete dieser Tag.
Am nächsten Morgen haben wir Fahrräder ausgeliehen und machten uns auf
den Weg zum Cospudener See. Wir waren noch nicht dort angekommen, da
hatten wir schon einen Platten... Zum Glück war der Weg bis zum See
nicht mehr weit und so konnten wir dort beim gemeinsamen Picknick auf
ein Ersatzfahrrad warten. Anschließend setzten wir unsere Fahrt um den
See fort. Abends erwarteten wir den Popstar Gregorio, der eigens für
eine professionelle Chorprobe mit uns anreiste und uns auf den Auftritt
im Leipziger Hauptbahnhof vorbereitete. Begeistert hielten alle den Ton
und wir hörten sogar ein Solo von Bruno! Fotos und Autogramme gab’s
natürlich auch! Am nächsten Tag ging es hoch hinaus, denn in der
Kletterhalle "NoLimit" haben wir nach einer Einführung zur Sicherung und
Knotenbindung, steile Wände erklommen. Für den Nachmittag hatten wir uns
dann den Mount Everest vorgenommen – wir besuchten die Mount Everest
Ausstellung im Gasometer und erhielten zumindest beim Anblick des
riesigen Panoramabildes einen Eindruck von der Größe des Berges. Neben
Fußball, Volleyball und Basketball spielen, haben wir auch einen
Breakdance -Schnupperkurs mit Max besucht. Nach einer kurzen
theoretischen Einführung, ging es dann richtig los. Das war ganz schön
schwer, doch am Ende unserer ersten Trainingseinheit hatten wir mit viel
Motivation eine kurze Choreographie einstudiert. Wenn wir uns mal von
den Muskelkatern der letzten Tage erholen wollten, dann gingen wir in
den Leipziger Zoo, sahen einen Film an, schlenderten bei einem
Einkaufsbummel durch die Innenstadt oder ließen uns am französischen
Abend so richtig verwöhnen. Leider war die Sonne nicht immer auf unserer
Seite und so endete ein Nachmittag im Park mit einem fluchtartigen
Abgang, das Lagerfeuer fiel nach mehreren Versuchen komplett ins Wasser.
Die Zeit verging rasend schnell und so gingen wir ein letztes Mal in den
Park, um an den olympischen Spielen teilzunehmen. In 2 Mannschaften
meisterten wir das Olympia-Quiz, traten im Komet -Weitwurf gegeneinander
an und vieles mehr. Dann heiß es auch schon Koffer packen für die
Rückreise – aber zwei Höhepunkt bleiben uns bestimmt noch lange im
Gedächtnis: die Höhlenwanderung in der sächsischen Schweiz
und das Abschlussfest mit lauter Überraschungen. Am Dienstag den 20.
Juli dann traten unsere Sportler die Heimreise an. Es hat allen
wahnsinnig gut gefallen und das nächste mal sind bestimmt wieder alle
dabei...mal sehen ob wir dann eine Chance haben...