Olympiacamp Leipzig (10.07.-21.07.2004)


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In diesem Sommer traten die französischen Jugendlichen die weite Reise von der Bretagne bis nach Leipzig in Sachsen an. Als „olympisches Dorf“ diente uns das Leipziger Hostel „Central Globetrotter“ wo wir sehr gut und zentrumsnah gewohnt haben.
Wir Deutsche waren den Franzosen zwar sportlich unterlegen, aber dennoch nahmen wir die Herausforderung an und begaben uns gemeinsam mit unseren französischen Gästen auf Entdeckungstour durch die Sportstadt Leipzig. Die Franzosen mussten sich zunächst an einige ihnen fremde Sitten und Bräuche gewöhnen - worüber wir manchmal ein wenig schmunzeln mussten – bald aber waren die anfänglichen Unklarheiten beseitigt, das Programm besprochen und ein gewisser Tagesrhythmus stellte sich ein. Beim gemeinsamen Kochen, Diskutieren (mit Sprachmittler) und bei einigen Pantomime-Spielen lernten wir uns gegenseitig kennen und allmählich tauten auch die etwas ruhiger und schüchterneren von uns auf. Der olympische Gedanke begleitete uns auf all unseren Wegen und so begannen wir am 2. Tag erst einmal mit einem Fitness-Check im Park - natürlich unter Anleitung unserer zwei Trainer: Bruno und Isabelle. Dann waren wir bereit für die verschiedenen sportlichen Freizeitaktivitäten der kommenden Tage. Bei einer Stadt -Ralley war nicht nur Schnelligkeit gefragt, sondern auch Wissen... aber wer weiß schon, woher der Name „Leipzig“ kommt oder wodurch die Nikolaikirche bekannt geworden ist. Doch dank Stadtplan und der Hilfe einiger Leipziger konnten wir auch diese Hürde nehmen und bald darauf saßen wir – leider nicht auf einer Wiese im Park, aber immerhin auf einem roten Teppich und verspeisten unsere Lunchpakete. Ein anderer Tag führte uns auf das Völkerschlachtdenkmal, auch da war körperliche Fitness gefragt, denn wir mussten einige Treppenstufen steigen bis wir den herrlichen Blick über Leipzig genießen konnten. Nach einer Stärkung, was unser tägliches Picknick war, ging es dann auf zum Kanu-Club Leipzig. Dort haben wir uns auf die Kanadier-Boote verteilt und sind zweieinhalb Stunden auf den Kanälen und Flüssen Leipzigs entlang gepaddelt. Danach hatten wir uns erst einmal eine Kaffee-Pause verdient. Zurück im Hostel liefen dann die Vorbereitungen für den deutschen Grillabend auf Hochtouren. Als alle satt und zufrieden waren haben Erik, Tina und Uli die Abendgestaltung übernommen und die französischen Teilnehmer zu einigen Spielen wie Stille Post, Topfschlagen und Stuhltanz eingeladen. Nach einem individuellen Gummibärenhoroskop für alle endete dieser Tag. Am nächsten Morgen haben wir Fahrräder ausgeliehen und machten uns auf den Weg zum Cospudener See. Wir waren noch nicht dort angekommen, da hatten wir schon einen Platten... Zum Glück war der Weg bis zum See nicht mehr weit und so konnten wir dort beim gemeinsamen Picknick auf ein Ersatzfahrrad warten. Anschließend setzten wir unsere Fahrt um den See fort. Abends erwarteten wir den Popstar Gregorio, der eigens für eine professionelle Chorprobe mit uns anreiste und uns auf den Auftritt im Leipziger Hauptbahnhof vorbereitete. Begeistert hielten alle den Ton und wir hörten sogar ein Solo von Bruno! Fotos und Autogramme gab’s natürlich auch! Am nächsten Tag ging es hoch hinaus, denn in der Kletterhalle "NoLimit" haben wir nach einer Einführung zur Sicherung und Knotenbindung, steile Wände erklommen. Für den Nachmittag hatten wir uns dann den Mount Everest vorgenommen – wir besuchten die Mount Everest Ausstellung im Gasometer und erhielten zumindest beim Anblick des riesigen Panoramabildes einen Eindruck von der Größe des Berges. Neben Fußball, Volleyball und Basketball spielen, haben wir auch einen Breakdance -Schnupperkurs mit Max besucht. Nach einer kurzen theoretischen Einführung, ging es dann richtig los. Das war ganz schön schwer, doch am Ende unserer ersten Trainingseinheit hatten wir mit viel Motivation eine kurze Choreographie einstudiert. Wenn wir uns mal von den Muskelkatern der letzten Tage erholen wollten, dann gingen wir in den Leipziger Zoo, sahen einen Film an, schlenderten bei einem Einkaufsbummel durch die Innenstadt oder ließen uns am französischen Abend so richtig verwöhnen. Leider war die Sonne nicht immer auf unserer Seite und so endete ein Nachmittag im Park mit einem fluchtartigen Abgang, das Lagerfeuer fiel nach mehreren Versuchen komplett ins Wasser.
Die Zeit verging rasend schnell und so gingen wir ein letztes Mal in den Park, um an den olympischen Spielen teilzunehmen. In 2 Mannschaften meisterten wir das Olympia-Quiz, traten im Komet -Weitwurf gegeneinander an und vieles mehr. Dann heiß es auch schon Koffer packen für die Rückreise – aber zwei Höhepunkt bleiben uns bestimmt noch lange im Gedächtnis: die Höhlenwanderung in der sächsischen Schweiz und das Abschlussfest mit lauter Überraschungen. Am Dienstag den 20. Juli dann traten unsere Sportler die Heimreise an. Es hat allen wahnsinnig gut gefallen und das nächste mal sind bestimmt wieder alle dabei...mal sehen ob wir dann eine Chance haben...

 
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