29.07- 10.08 Wandern in der Bretagne


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An der wild-romantischen Küste entlang wandern, das Meer in der Sonne glitzern sehen, grün bewachsene Hänge erklimmen, kleine Dörfer erkunden und auf gemütlichen Landstrassen der Abendsonne entgegenwandern- was kann schöner sein als Frankreich per Fuss zu entdecken? Und tatsächlich stellten die Tage der Wanderung den Höhepunkt unseres zehntägigen Aufenthalts in Frankreich dar.
Doch bevor wir zu dieser aufbrachen, verbrachten wir zwei Tage in einer Herberge in der kleinen Hafenstadt Paimpol, welche uns mit Meer, Strand und Crepes verwöhnte. Aber nicht nur Strandwanderungen und Volleyballspiele gestalteten unsere ersten Tage, vielmehr regten Experimenten zu Albert Einstein unsere grauen Zellen an. Mit Hilfe einer Batterie, Nägeln und Draht einen Magneten herstellen, Strom erzeugen mittels einer Zitrone, Münzen und Draht war gar nicht so einfach, wurde aber erfolgreich und sehr einfallsreich (und natürlich unter Anwendung enormen Fachwissens aber) bewerkstelligt.
Bald mussten wir unsere Wanderung vorbereiten, was wir mit Windrosen zeichnen, Listen und Materialsuche vorbereiten. Dann ging es auch schon bald los, zu unserer ersten Tagesetappe von fünfzehn Kilometern, welche uns direkt an der Küste entlang führte. Unter strahlendem Sonnenschein konnten wir am ersten Tag das Meer und die Küste genießen. Trotz der wunderschönen Natur sind fünfzehn Kilometer aber doch schon ziemlich lang und am Abend waren wir sehr froh, als wir unseren Campingplatz erreichten. Dort mussten wir dann erst mal Zelte aufbauen, Essen kochen und Feuer entfachen, was zusammen ziemlich schnell ging (außer das Essen…) und uns einander vertrauter machte. Allmählich wurden auch Sprachbarrieren überwunden und wir lernten uns mit einem Kauderwelsch aus Deutsch, Französisch, Englisch, Tschechisch, Händen und Füssen zu verständigen. Mit ein bisschen Übung klappte das auch immer besser und so entstand eine ganz eigene Sprache mit Codes die keiner verstand, der nicht ein paar Tage mit uns verbracht hatte…
In den nächsten Tagen legten wir eine Strecke von insgesamt 24 Kilometern zurück, lernten drei Campingplätze, einen netten Hund sowie einen nicht so netten Ziegenbock, einmalig leckeres Dessert aus Früchten und heißer Schokolade und natürlich viele schöne Wanderwege kennen. Ein besonders schönes Erlebnis war das Kajakfahren, was wir am letzten und vorletzten Tag unserer Wanderung probierten. Viele kannten das Kajakfahren schon vom Paddeln auf der Mecklenburgischen Seenplatte, doch auf dem Meer zu fahren war dann schon etwas völlig anderes. Mit ein bisschen Übung und nach anfänglichen Problemen waren auch alle einigermaßen soweit, dass wir hinaus aufs glitzernde Meer paddeln konnten. Wirklich eine Erfahrung der besonderen Art!
Das Kajakfahren stellte aber auch den Beschluss der Wanderung dar, da wir ein paar Stunden später vom Bus wieder abgeholt und zurück nach Paimpol gebracht wurden. Dort wartete bereits die nächste Überraschung: in Paimpol fand das Fete de Chant de Marin, das Seemannsliederfest statt, welches jedes Jahr mit buntgeschmückten Booten und traditionellen Liedern gefeiert wird. So konnten wir, nachdem wir die französische Landschaft erkundet hatten, die französische Kultur und landestypischen Bräuche kennenlernen.
Doch bald war dieses Fest vorbei und es dauerte nicht mehr lange bis wir unsere Taschen packen mussten, denn nach 10 Tagen Ferien ging es dann wieder nach Hause. So warfen wir dann am 10.08. einen letzten Blick auf das Meer, sogen ein letztes Mal die salzige Luft in unsere Nasen, sagten ein letztes Au Re-voir und stiegen in den Bus, der uns zurück nach Deutschland bringen würde.

 

 
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