In meinem Traum steh ich am Meer...


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...und fühle den feuchten Sand unter meinen nackten Füßen, spüre, wie der Wind durch meine Haare bläst, lecke mir den salzigen Geschmack des Meeres von den Lippen, genieße die heißen Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht...
Willkommen an der Nordküste Frankreichs!
Und dieser Traum sollte wahr werden. Doch bis wir wirklich mit unseren Füßen im Meer stehen konnten war es ein langer Weg.
Aus allen Himmelsrichtungen strömten die Abenteurer nach Dresden, wo unsere Reise beginnen sollte. Schon im Zug konnten wir es kaum erwarten auf die französischen Kinder zu treffen, die auch schon sehnsüchtig am Zielort in Fouesnant auf uns warteten. Deswegen wurde die Zeit im Zug unter anderem dafür genutzt ein paar nützliche Vokabeln zu lernen, um bei der Ankunft mit Französisch zu glänzen.
Zwar waren wir nach der großen Reise müde und erschöpft, doch an ausruhen war zu dem Zeitpunkt nicht zu denken. Schließlich kam jetzt eine Aufregung nach der anderen; die neue Umgebung musste erst einmal ausgekundschaftet werden, mithilfe von Geländespielen. Dabei haben wir uns schon ein bisschen gegenseitig „beschnuppert“ (die Deutschen mit den französischen Kindern). Doch richtig kennengelernt haben wir uns erst während der Kennlernspiele, als sich jeder nacheinander vorgestellt hat.
Am nächsten Tag wurde das Programm für die nächsten Tage eröffnet. Dabei stellte sich heraus, dass sich die einzelnen Programmpunkte nach einem großen Thema gestaltet worden sind- die Küste.
Deswegen waren wir oft an der Küste, um direkt Vorort beobachten zu können, was dort fleucht und kreucht und fliegt. Damit unseren ungeübten Blicken Nichts entging, hatten wir einen Naturforscher an unserer Seite, der uns die artenreiche Vogelwelt durch ein Teleskop näher brachte. Nachdem wir die Küste und ihre Bewohner genau beobachtet haben, haben wir begonnen ein Küstenmodell zu bauen, um das Gesehene mit unseren eigenen Vorstellungen zu einer Küste zu verwirklichen. Um noch mehr Anregungen für das Modell zu bekommen, waren wir im Meeresmuseum Haliothika und in der „Closserie“, in der Plankton und andere Meeresbewohner beobachtet und aufgezogen werden. Außerdem standen wir am Hafen und haben die Schiffe, die nach dem Fischfang wieder zum Hafen zurückkehrten, beobachtet und haben dabei zugesehen wie das frisch Gefangene in einer großen Halle an Händler verkauft wurde.
Viele kleine, jedoch interessante Experimente dienten dazu, die besonderen Eigenschaften des Wassers zu verstehen und selbst auszutesten.
Doch auch die französisch-deutsche Beziehung sollte nicht zu kurz kommen. Deswegen sind wir schließlich auch den langen Weg nach Frankreich gefahren. Und so wurde auf spielerische Weise der Kontakt zu unseren französischen Nachbarn und andersrum gefördert. Dafür sorgten auch die deutsch-französisch gemischten Zimmer. Höhepunkte der Woche waren die beiden Kulturabende. Die Deutschen und Franzosen hatten je einen Abend zur Verfügung ihr Land mit seinen Merkmalen, Einwohnern und Eigenarten vorzustellen. Dadurch, dass die Kinder hauptsächlich alleine das Programm für ihren Abend aufstellten und organisierten, brachten die Abende viel Aufregung mit sich.
Wenn wir gerade nicht am Modellbauen waren oder unseren deutschen Abend vorbereitet haben, waren wir sportlich aktiv bei Strandspielen, Fahrradtouren oder auf dem Basketballfeld. Lustig ging es beim Strandburgen bauen, Freunde im Sand vergraben oder bei Algenschlachten im Meer zu. Gemütlich wurde es beim Comic lesen im Ruheraum, abends beim Lagerfeuer oder beim Muschelsammeln am Meer.
Als es hieß, dass wir wieder nach Deutschland fahren, verabschiedeten wir uns noch von unseren französischen und deutschen Freunden und tauschten die Adressen aus, um uns fürs nächste Jahr wieder zu verabreden...
Auf der Fahrt nach Hause, machte sich die Müdigkeit langsam bemerkbar und wir träumten von unserem Traum am Meer!

 
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