Survival in den Pyrenäen


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Am 27.07.2008 morgens um 6.45 Uhr - an einem strahlenden Sonntag – sollte es losgehen: das diesjährige Survivalcamp in den Pyrenäen! Der Treffpunkt direkt am Berliner Flughafen Schönefeld war nicht zu übersehen und mit etwas Verspätung hatten um 7.50 Uhr auch endlich alle eingecheckt!

So flogen wir direkt über den Mont Blanc bis ins schöne Spanien – wo Philippe uns schon sehnsüchtig erwartete. Nach einer schönen Fahrt durch Katalonien kamen wir am späten Nachmittag endlich in Fos (Frankreich) in unserer wunderschönen Gitè an. Nach dem Zimmerbeziehen gab es eine kleine Dorferkundung und schließlich ein erstes Zusammentreffen mit den französischen Teilnehmern. Beim gemeinsamen Essen, spielen und Vokabelaustausch lernten wir uns auch schon gleich ganz gut kennen.

Am nächsten Morgen ging es sehr früh los: durch viele schöne Täler zum Lac d´ Óo, wo unsre erste große Zwei-Tages-Wanderung begann! Alle waren sehr motiviert mit den gepackten Rucksäcken, die steilen Berge zu erklimmen. Nach vielen Stunden – vorbei an glasklaren Seen, riesigen Wasserfällen, wunderschönen Bergen und wie Zuckerwatte leuchtenden Schneefeldern – kamen wir bei wunderbarem Wetter an der Berghütte an, die für diese Nacht unsere Herberge sein sollte. Die Nacht nutzen alle zum Auftanken ihrer Kräfte, um für die Gipfelerstürmung am nächsten Morgen fit zu sein. Und so genossen wir hoch über den Wolken die traumhafte Aussicht. Nach einem eben so schönen Abstieg sind wir am Abend wieder in unserer kleinen, gemütlichen Gitè angekommen. Am nächsten Vormittag beschäftigten wir uns ein wenig mit unserer gegenseitigen Kommunikation und lernten von „Salut“ – „ca va“ über „A tes Souhaits!“ und „J´ai faim“ bis „pas de problémes“ und „Est ce que tu peux m`aider?“ alles sagen. Am Nachmittag fuhren wir zum Lac de Gery und wurden in die tiefen Geheimnisse des Kajakfahrens eingewiesen. Und nachdem die Sonne schon längst untergegangen war, ging es nach zahllosen Runden von „Fol“ endlich ins Bett! Am Donnerstag wurde wieder gewandert und neue Survival-Feuermach-Techniken von unserem Survival-Spezialist Laurent bestaunt und anschließend im kühlen (sehr, sehr kühlen) Bergsee die Erfrischung gesucht. Bei dem gemütlichen Abstieg lernten wir die sanften Hügel und spritzigen Bergbäche noch einmal intensiv kennen, bevor es wieder zurück in die Gitè zum köstlich selbstgemachten Abendessen ging. Freitagmorgen begrüßten wir zwei neue Teilnehmer: Libellule und Feyer – zwei gut aussehende, liebenswürdige Esel! So wurden wir kurzerhand zu professionellen Eselführern ausgebildet und erkundeten unsere Heimberge. Als wir am nächsten Morgen wunderbar beim Frühstück saßen, konnten wir die frohe Botschaft verkünden: Rafting – das heiß ersehnte Rafting! So ging es los: wir stürzten unzählige Stromschnellen herab – von Welle zu Welle – von Stein zu Stein – über Felsen durch Bäume – sprangen todesmutig 8 Meter hohe Brücken hinab und waren am Ende sehr stolz: ja – wie haben überlebt!!! Doch damit nicht genug – dies war nur die Vorbereitung für das wirkliche Survivaltraining – am nächsten Tag war Canyoning!!! Wir starteten mit einer Schlammschlacht und wärmten uns dann im minus 30 Grad kalten Wasserfall und ab ging's: spektakuläre Abseilaktionen mit Freiflug ins Wasser – kriechen durch winzige Höhlen – kopfüber Felsen hinab rutschen und schließlich wieder von viel zu hohen Klippen runter springen, um uns am Ende froh und glücklich in die Sonne zu legen und wieder einmal sagen zu können: Wir haben überlebt!

So endete nach 9 wunderschönen, erlebnisreichen, spannenden, spektakulären, viel zu kurzen und immer sehr lustigen Tagen unser diesjähriges Survivalcamp!!!

Jule und Elisabeth

 
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