Evolution an der Küste


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Vom 16.7. bis 27.7.09 trafen sich für 10 Tage 15 Kinder aus Deutschland und Frankreich im Alter von 8-12 Jahren in Lancieux, einer kleinen Stadt an der bretonischen Küste. Ein perfektes Terrain, um anlässlich des 200. Geburtstages von Darwin die Evolution anhand der Flora und Fauna an der Küste zu verstehen. Anhand selbst gesammelter Lebewesen (Krabben, Muscheln, Krebse...) wurde spielerisch erkundet was sich unter dem Begriff „Art“ verbirgt. In einem weiteren Spiel versetzten sich die Kinder in die Rolle des Jägers und suchten kleine und große Papierfrösche. In der Auszählung ihres Beutefangs konnte so erklärt werden, was es heißt z.B. durch Größe einen evolutionären Vorteil gegenüber anderen Artgenossen zu haben. Mit Gips wurden Fossilien erstellt und von einer Banane und Tomate die DNA extrahiert. Und wenn die Kinder dachten, dass es schon an unserem direkt neben dem Objekt gelegenen Strand viele unterschiedliche Tiere gab, wurden sie bei unserem Ausflug im Meereszug auf das Watt erst recht überrascht. Da konnten Tintenfische, kleine Haie, Flunder und noch viel mehr Fische bestaunt und angefasst werden. Wir haben sogar echte Miesmuscheln frisch verkostet. Bei einem Ausflug auf eine kleine Insel bei Lancieux gelegen entspannten sich dann unsere Evolutionsforscher bei Strand- und Wasserspielen. Neben evolutionären Aktivitäten begaben sich die Kinder auch in die Rolle astronomischer Forscher. Zunächst wurden den Bildern von Planeten die Planetennamen zugeteilt, dann konnten die Kinder mit Silberpapier ein Modell von einem Sonnensystem bauen und so die Größenrelationen verstehen. Mit einem Strick und Meterangaben wurden die Abstände der Planeten verdeutlicht und mit kleinen Experimenten erklärt warum wir denken, dass alle Sterne dieselbe Entfernung zu uns haben und warum die Sonne abends viel röter erscheint als am Tag. Zum Abschluss bauten alle Kinder eine funktionstüchtige Sonnenuhr. Nach und nach wurden so ganz nebenher sprachliche Barrieren schnell überwunden und Freundschaften geschlossen. Bei unserem deutschen Abend bereiteten die deutschen Kinder ein Quizz vor, welches sie selbständig ins französische übersetzten. Mit und ohne Worte sollten unsere französischen Teilnehmer erkennen, dass das was ihnen gerade pantomimisch vorgemacht wurde, Heidi Klum auf dem Laufsteg war. Auch das von den deutschen Kindern ausgesuchte Abendgericht wurde hoch positiv von unseren französischen Kindern bewertet. Es gab Currywurst mit Pommes. Auch bei den Crèpes am französischen Abend wurde selbst derjenige, der keinen Hunger hatte, überzeugt mitzugenießen. Danach suchten die deutschen Kinder in Kleingruppen kleine Bilder, die im ganzen Objekt versteckt wurden. Darauf mussten sie französische Monumente erkennen und benennen. Zum Abschluss verfolgten alle begeistert die Show unserer deutsch-französichen Breakdancegruppe. Die ganze Woche haben sie emsig geübt und gebreakt was das Zeug hielt. Mit einer kleinen Städtereise nach Dinan und der Besichtigung eines Schlosses ging auch diese Ferienfreizeit zu Ende. Was bleibt sind die Erinnerungen und Kontakte und ein „Au Revoir und bis nächstes Jahr“!

 
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